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Workflow-Verwaltung
Nachdem Sie Workflows erstellt haben, müssen diese verwaltet werden, um sicherzustellen, dass sie korrekt ausgeführt werden und aktuell bleiben. Diese Seite behandelt alle Aspekte der Workflow-Verwaltung.
Workflow-Status
Workflows können verschiedene Status haben, die deren Verhalten bestimmen:
Entwurf (Draft)
- Beschreibung: Der Standard-Status für neu erstellte oder bearbeitete Workflows
- Verhalten: Workflows im Entwurfsstatus werden nicht ausgeführt
- Verwendung:
- Neue Workflows beginnen im Entwurfsstatus
- Workflows wechseln zurück in den Entwurfsstatus, wenn sie bearbeitet werden (siehe Versionierung)
- Ideal für das Testen und Entwickeln neuer Workflows
Aktiv (Active)
- Beschreibung: Workflows, die aktiv ausgeführt werden
- Verhalten:
- Reagieren auf definierte Ereignisse
- Starten automatisch neue Ausführungen bei entsprechenden Triggern
- Aktivierung: Explizite Aktivierung durch autorisierte Benutzer erforderlich
Deaktiviert (Inactive)
- Beschreibung: Temporär oder dauerhaft pausierte Workflows
- Verhalten:
- Neue Ausführungen werden nicht gestartet
- Laufende Ausführungen werden nicht beendet (sie laufen weiter)
- Ideal für Wartungsarbeiten oder temporäre Aussetzung
Aktivieren und Deaktivieren
Aktivierung eines Workflows
Bevor ein Workflow aktiv werden kann, sollten Sie sicherstellen:
- Validierung: Der Workflow wurde auf Fehler geprüft
- Testing: Der Workflow wurde gründlich getestet (siehe Best Practices)
- Dokumentation: Der Workflow ist ausreichend dokumentiert
- Berechtigungen: Sie haben die notwendigen Berechtigungen
Aktivierungsprozess:
- Öffnen Sie den Workflow im Editor
- Überprüfen Sie die Konfiguration aller Knoten
- Klicken Sie auf "Aktivieren" (oder ähnliche Schaltfläche)
- Bestätigen Sie die Aktivierung
- Der Workflow wechselt in den Status "Aktiv"
Wichtige Hinweise:
- Aktivierte Workflows beginnen sofort mit der Ausführung bei entsprechenden Ereignissen
- Stellen Sie sicher, dass der Workflow korrekt konfiguriert ist, bevor Sie ihn aktivieren
- Überprüfen Sie, ob der Workflow kritische Prozesse beeinflusst
Deaktivierung eines Workflows
Szenarien für Deaktivierung:
- Wartung: Temporäre Aussetzung während Wartungsarbeiten
- Probleme: Workflow verhält sich nicht wie erwartet
- Veraltet: Workflow wird durch neuen Workflow ersetzt
- Geschäftsänderungen: Geschäftsprozess hat sich geändert
Deaktivierungsprozess:
- Öffnen Sie die Workflow-Verwaltung
- Wählen Sie den Workflow aus
- Klicken Sie auf "Deaktivieren"
- Bestätigen Sie die Deaktivierung
Auswirkungen der Deaktivierung:
- ✅ Keine neuen Ausführungen werden gestartet
- ⚠️ Laufende Ausführungen werden nicht unterbrochen
- ✅ Workflow-Definition bleibt erhalten und kann später reaktiviert werden
- ✅ Historische Ausführungen bleiben verfügbar
Hinweis: Wenn Sie laufende Ausführungen beenden müssen, sollten Sie diese manuell abbrechen. Eine Deaktivierung stoppt nur neue Starts.
Versionierung
Die Versionsverwaltung ist ein zentrales Feature für die Verwaltung von Workflow-Änderungen.
Wie funktioniert Versionierung?
Automatische Versionserstellung:
- Jedes Mal, wenn Sie einen aktiven Workflow speichern, wird automatisch eine neue Version erstellt
- Die alte Version bleibt als historische Referenz erhalten
- Jede Version hat eine eindeutige Versionsnummer und einen Zeitstempel
Versionen-Struktur:
Workflow: "Bestellanforderung Genehmigung"
├─ Version 1.0 (Erstellt: 2024-01-15) - Entwurf
├─ Version 2.0 (Erstellt: 2024-01-20) - Aktiv (erste Aktivierung)
├─ Version 3.0 (Erstellt: 2024-03-10) - Aktiv (Betragsgrenze angepasst)
└─ Version 4.0 (Erstellt: 2024-05-01) - Aktiv (Mehrstufige Genehmigung hinzugefügt)Welche Version wird verwendet?
- Neue Ausführungen: Verwenden immer die aktuelle aktive Version
- Laufende Ausführungen: Verwenden die Version, die beim Start aktiv war
- Beispiel: Ein Workflow startet mit Version 3.0
- Während der Ausführung wird Version 4.0 aktiviert
- Die laufende Ausführung verwendet weiterhin Version 3.0 bis zum Abschluss
Versionsverwaltung in der Praxis
Versionen anzeigen:
- Öffnen Sie den Workflow
- Navigieren Sie zur Versionshistorie
- Sie sehen alle bisherigen Versionen mit:
- Versionsnummer
- Erstellungsdatum und -zeit
- Benutzer, der die Änderung vorgenommen hat
- Optional: Änderungsbeschreibung
Alte Version wiederherstellen:
- Falls eine neue Version Probleme verursacht
- Wählen Sie eine alte, stabile Version aus
- Aktivieren Sie diese Version als aktuelle Version
- Wichtig: Dies erstellt eine neue Version (die alte wird nicht überschrieben)
Versionen vergleichen:
- Nutzen Sie die Vergleichsfunktion, um Unterschiede zwischen Versionen zu sehen
- Identifizieren Sie, welche Knoten geändert wurden
- Verstehen Sie den Impact von Änderungen
Best Practices für Versionierung
- Beschreibende Änderungsnotizen: Dokumentieren Sie bei jeder Änderung, was geändert wurde und warum
- Schrittweise Änderungen: Vermeiden Sie zu viele Änderungen auf einmal
- Versionen testen: Testen Sie neue Versionen gründlich, bevor Sie sie aktivieren
- Rollback-Plan: Halten Sie stets eine stabile Version bereit für den Fall von Problemen
- Versionsnummerierung: Bei komplexen Änderungen können Sie eine Versionsnummerierung wie 3.0 → 3.1 (kleine Änderungen) oder 3.0 → 4.0 (große Änderungen) einführen
Löschen von Workflows
Überlegungen vor dem Löschen
Bevor Sie einen Workflow löschen, sollten Sie folgende Punkte prüfen:
1. Aktive Ausführungen:
- Gibt es aktuell laufende Ausführungen?
- Empfehlung: Warten Sie, bis alle Ausführungen abgeschlossen sind, oder brechen Sie diese manuell ab
2. Historische Daten:
- Werden historische Ausführungsdaten ebenfalls gelöscht?
- Empfehlung: Prüfen Sie, ob historische Daten für Compliance oder Analyse benötigt werden
3. Abhängigkeiten:
- Werden andere Workflows oder Systeme von diesem Workflow aufgerufen?
- Empfehlung: Prüfen Sie alle Abhängigkeiten vor dem Löschen
4. Veraltet oder vorübergehend pausiert?
- Empfehlung: Oft ist es sicherer, einen Workflow zu deaktivieren statt ihn zu löschen
- Deaktivierte Workflows können später reaktiviert werden
Löschprozess
Vorbereitung:
- Überprüfen Sie alle oben genannten Punkte
- Erstellen Sie ein Backup des Workflows (Export, falls verfügbar)
- Dokumentieren Sie den Grund für das Löschen
Löschung:
- Öffnen Sie die Workflow-Verwaltung
- Wählen Sie den zu löschenden Workflow aus
- Klicken Sie auf "Löschen"
- Bestätigen Sie die Löschung (mehrfache Bestätigung bei kritischen Workflows)
Nach der Löschung:
- Überprüfen Sie, dass keine Ausführungen mehr laufen
- Verifizieren Sie, dass abhängige Systeme korrekt weiterarbeiten
Alternative: Deaktivieren statt Löschen
Vorteile der Deaktivierung:
- Workflow kann später reaktiviert werden
- Keine Datenverluste
- Schnellere Wiederherstellung bei Bedarf
- Historie bleibt erhalten
Wann löschen statt deaktivieren:
- Workflow ist definitiv veraltet und wird nie wieder benötigt
- Workflow war ein Test/Prototyp
- Compliance-Anforderungen verlangen vollständige Löschung
Berechtigungen
Das Berechtigungssystem von Argon ERP kontrolliert, wer welche Aktionen an Workflows durchführen darf.
Berechtigungsebenen
Lesen:
- Workflows anzeigen
- Ausführungen anzeigen
- Versionshistorie einsehen
- Standard: Meist für alle Benutzer verfügbar
Erstellen:
- Neue Workflows erstellen
- Workflows im Entwurfsstatus speichern
- Standard: Für entwickelnde Benutzer
Bearbeiten:
- Bestehende Workflows ändern
- Knoten hinzufügen, entfernen oder konfigurieren
- Standard: Für entwickelnde Benutzer und Administratoren
Aktivieren/Deaktivieren:
- Workflows aktivieren oder deaktivieren
- Standard: Eingeschränkt für Administratoren und autorisierte Benutzer
Löschen:
- Workflows löschen
- Standard: Sehr eingeschränkt, meist nur für Administratoren
Berechtigungen konfigurieren
Berechtigungen werden über das Rollen- und Berechtigungssystem von Argon ERP verwaltet:
Rollen-basierte Berechtigungen:
- Zuweisen Sie Berechtigungen zu Rollen (z.B. "Workflow-Administrator", "Workflow-Entwickler")
- Benutzer erhalten Berechtigungen über ihre Rolle
Individuelle Berechtigungen:
- Für spezielle Fälle können individuelle Berechtigungen vergeben werden
- Beispiel: Einem Benutzer spezifische Berechtigung für einen kritischen Workflow
Workflow-spezifische Berechtigungen:
- Einige Systeme ermöglichen Berechtigungen auf Workflow-Ebene
- Beispiel: Nur bestimmte Benutzer können einen bestimmten Workflow bearbeiten
Best Practices für Berechtigungen
- Principle of Least Privilege: Gewähren Sie nur die minimal notwendigen Berechtigungen
- Separation of Duties: Kritische Workflows sollten nur von Administratoren geändert werden können
- Regelmäßige Überprüfung: Überprüfen Sie regelmäßig, wer welche Berechtigungen hat
- Dokumentation: Dokumentieren Sie Berechtigungsänderungen für Audit-Zwecke
- Test-Umgebungen: In Test-Umgebungen können großzügigere Berechtigungen vergeben werden
Import/Export
Workflow-Export
Die Export-Funktion ermöglicht es, Workflows zu sichern oder zwischen Umgebungen zu übertragen.
Anwendungsfälle:
- Backup: Regelmäßige Sicherung wichtiger Workflows
- Migration: Übertragung zwischen Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebungen
- Sharing: Teilen von Workflow-Vorlagen zwischen Teams oder Standorten
- Versionierung: Externe Versionskontrolle über Git oder ähnliche Systeme
Export-Format:
- Workflows werden typischerweise als JSON oder XML exportiert
- Enthalten sind alle Konfigurationen, Knoten, Verbindungen und Metadaten
Workflow-Import
Der Import ermöglicht es, exportierte Workflows wieder einzulesen.
Import-Prozess:
- Wählen Sie eine Export-Datei aus
- Überprüfen Sie die Import-Vorschau
- Konfigurieren Sie Import-Optionen:
- Neuer Workflow: Erstellt einen neuen Workflow
- Überschreiben: Überschreibt einen bestehenden Workflow
- Konfliktauflösung: Wie sollen Konflikte behandelt werden?
- Bestätigen Sie den Import
Wichtige Hinweise:
- Importierte Workflows beginnen im Status "Entwurf"
- Überprüfen Sie Konfigurationen nach dem Import (z.B. URLs, API-Keys)
- Testen Sie importierte Workflows gründlich vor der Aktivierung
- Beachten Sie Umgebungsunterschiede (z.B. Datenbank-Schema, API-Endpunkte)
Workflow-Organisation
Kategorisierung
Organisieren Sie Workflows in Kategorien oder Tags:
- Nach Geschäftsbereich: Einkauf, Verkauf, HR, IT, etc.
- Nach Funktion: Genehmigungen, Benachrichtigungen, Imports, Reports
- Nach Priorität: Kritisch, Normal, Test
Benennungskonventionen
Siehe auch Best Practices - Benennung für detaillierte Empfehlungen.
Beispiele:
[Bereich]_[Funktion]_[Objekt]:Einkauf_Genehmigung_Bestellanforderung[Objekt]_[Aktion]:Artikel_Validierung_Stammdaten[Zeitplan]_[Funktion]:Taeglich_Lagerbestand_Pruefung
Dokumentation
Jeder Workflow sollte dokumentiert sein:
- Beschreibung: Zweck und Geschäftskontext
- Auslöser: Welche Ereignisse starten den Workflow?
- Erwartete Ergebnisse: Was soll am Ende erreicht werden?
- Abhängigkeiten: Welche anderen Systeme oder Workflows werden verwendet?
- Wartungsinformationen: Wer ist verantwortlich? Wie oft wird der Workflow überprüft?
Zusammenfassung
Die Verwaltung von Workflows ist entscheidend für einen erfolgreichen Betrieb:
- Status-Management: Entwurf, Aktiv, Deaktiviert – verstehen Sie die Unterschiede
- Versionierung: Nutzen Sie Versionskontrolle für sichere Änderungen
- Berechtigungen: Stellen Sie sicher, dass nur autorisierte Benutzer Änderungen vornehmen können
- Organisation: Organisieren Sie Workflows für einfache Verwaltung
- Sicherheit: Löschen Sie nur nach sorgfältiger Überlegung, deaktivieren Sie bevorzugt
Durch die Beachtung dieser Verwaltungsaspekte stellen Sie sicher, dass Ihre Workflows zuverlässig, sicher und wartbar bleiben.