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Manuelle Rechnung
Manuelle Rechnung
Die manuelle Rechnungserstellung ist Ihr flexibles Werkzeug für alle Abrechnungssituationen außerhalb des standardisierten Auftragsprozesses. Sie ermöglicht die direkte Erstellung von Rechnungen für Dienstleistungen, Nachberechnungen oder Sonderfälle.
Die manuelle Rechnungserstellung schließt die Lücke zwischen dem automatisierten Rechnungswesen und besonderen Abrechnungsanforderungen. Sie arbeitet nahtlos mit den Kundenstammdaten, dem Artikelstamm und dem Rechnungsjournal zusammen und gewährleistet eine vollständige Integration in Ihre Geschäftsprozesse.
Rechnungsübersicht

Abbildung 1: Zentrale Verwaltung aller manuell erstellten Rechnungen mit Status-Tracking und Workflow-Kontrolle.
Die Rechnungsübersicht ist Ihr Kontrollzentrum für alle manuell erstellten Belege. Hier behalten Sie den Überblick über alle direkten Rechnungen und deren Bearbeitungsstatus - von der ersten Erfassung bis zur finalen Verbuchung.
Strukturierte Rechnungsverwaltung
Das System erfasst alle relevanten Informationen systematisch:
Auftrags-Nr.: Eindeutige Identifikation jeder manuellen Rechnung mit automatischer Nummerierung
Status: Aktueller Bearbeitungsstand von "In Entwurf" bis "Abgeschlossen"
Auftragsdatum: Zeitpunkt der Rechnungserstellung für chronologische Nachverfolgung
Kunde: Direkte Verknüpfung mit dem Kundenstamm für alle relevanten Kundeninformationen
Auftragsart: Kategorisierung nach Art des Belegs (Dienstleistung, Nachberechnung, Sonderfall)
Detaillierte Positionsübersicht
Die ausklappbare Positionsansicht zeigt Ihnen direkt in der Übersicht alle Rechnungspositionen:
Artikel-Nr.: Eindeutige Artikelidentifikation aus dem Artikelstamm
Artikelbezeichnung: Klare Beschreibung der abgerechneten Leistung oder des Produkts
Mengen: Gelieferte, offene und Auftragsmenge für vollständige Transparenz
Preisgestaltung: Nettowarenwert, Einzelpreis und Preiseinheit für nachvollziehbare Kalkulation
Versandtermin: Geplante oder erfolgte Liefertermine für die Logistikplanung
Workflow-Status und Summeninformationen
Workflow-Name: Aktueller Prozessschritt im Rechnungsworkflow
Workflow-Status: Detaillierter Status des aktuellen Bearbeitungsschritts
Summe: Gesamtbetrag der Rechnung für schnelle Wertübersicht
Lieferant: Bei Bedarf Zuordnung zu Lieferanten für komplexe Abrechnungsszenarien
Die Übersicht unterstützt verschiedene Rechnungstypen und Währungen, was die Flexibilität des Systems für internationale Geschäftstätigkeiten unterstreicht.
Belegkopf systematisch erfassen
Abbildung 2: Belegkopf mit allen wesentlichen Rechnungsdaten und Kundenzuordnung.
Der Belegkopf bildet das Fundament jeder manuellen Rechnung. Hier werden alle relevanten Stammdaten erfasst, die für eine rechtskonforme und nachvollziehbare Rechnungsstellung erforderlich sind.
Kundenzuordnung und Adressdaten
Die Adresssuche greift direkt auf den Kundenstamm zu und ermöglicht die schnelle Auswahl des richtigen Rechnungsempfängers. Das System übernimmt automatisch alle hinterlegten Stammdaten und gewährleistet so die Konsistenz der Rechnungsdaten.
Die Rechnungsadresse wird aus den Kundenstammdaten übernommen, kann aber bei Bedarf für diese spezifische Rechnung angepasst werden. Dies ist besonders wichtig bei Unternehmen mit zentralen Rechnungsadressen oder besonderen Abrechnungsmodalitäten.
Referenzen und Dokumentennummern
Die Belegart definiert den Charakter der Rechnung und unterscheidet zwischen physischen Lieferungen und Dienstleistungen oder anderen immateriellen Leistungen. Referenznummern ermöglichen die Zuordnung zu internen Projekten oder Vorgängen.
Das Belegdatum definiert den steuerlichen Zeitpunkt der Leistungserbringung und ist für die korrekte USt-Behandlung relevant. Die Ansprechpartner-Zuordnung stellt sicher, dass bei Rückfragen der richtige Kontakt zur Verfügung steht.
Interne Organisation
Die Empfänger-Mail wird für den automatischen Versand der Rechnung verwendet und sollte sorgfältig geprüft werden. Die Sachbearbeiter-Zuordnung gewährleistet die Verantwortlichkeit für die Bearbeitung von Rückfragen und die weitere Abwicklung.
Die Außendienst-Zuordnung ermöglicht die korrekte Provisionsabrechnung und stellt sicher, dass der betreuende Vertriebsmitarbeiter über die Rechnungsstellung informiert ist. Kundenrabatte können individuell festgelegt werden.
Erweiterte Konfigurationsoptionen
Über "Mehr Daten anzeigen" erhalten Sie Zugang zu wichtigen steuerlichen und organisatorischen Einstellungen. Die Zahlungsbedingungen definieren die Modalitäten für die Begleichung der Rechnung.
Währung und Steuerfall legen die rechtlichen Rahmenbedingungen fest. Die USt-ID des Kunden wird bei EU-Geschäften für steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen benötigt.
Die Preisfindung dokumentiert den Zeitpunkt der Preisfestlegung, was für die Nachvollziehbarkeit und bei späteren Prüfungen wichtig ist.
Flexibler Kopftext für Kundenkommunikation
Der Kopftext bietet Ihnen die Möglichkeit, die Rechnung zu personalisieren und wichtige Informationen zu kommunizieren. Bei manuellen Rechnungen ist dies besonders wichtig, da oft keine standardisierten Beschreibungen aus dem Produktkatalog verfügbar sind.
Nutzen Sie den Kopftext, um den Bezug zur erbrachten Leistung herzustellen. Referenzieren Sie Termine, Projekte oder vorherige Absprachen, die zur Rechnungsstellung geführt haben. Ein kurzer, aber präziser Text schafft Klarheit und reduziert Rückfragen.
Bei Dienstleistungsrechnungen sollten Sie den Leistungszeitraum, den Leistungsort und die Art der erbrachten Services kurz beschreiben. Dies erleichtert dem Kunden die interne Zuordnung und beschleunigt die Rechnungsbearbeitung.
Rechnungspositionen detailliert erfassen
Abbildung 3: Detailansicht der Positionserfassung mit Artikel, Mengen und Preiskalkulationen.
Die Positionserfassung bei manuellen Rechnungen erfordert besondere Sorgfalt, da hier oft keine vorgefertigten Artikelstammdaten zur Verfügung stehen.
Artikel und Beschreibung
Die Artikelauswahl erfolgt über den Artikelstamm, wodurch alle Produkteigenschaften automatisch übernommen werden. Die Artikelbeschreibung kann bei Bedarf für die Rechnung angepasst werden, ohne die Stammdaten zu verändern.
Dies ist besonders nützlich bei kundenspezifischen Bezeichnungen oder zusätzlichen Erläuterungen.
Die Positionsinfo ermöglicht die Hinterlegung zusätzlicher Details, die für das Verständnis der Position wichtig sind, aber nicht in der Hauptbeschreibung stehen sollen.
Preisgestaltung und Konditionen
Der Preis pro Einheit kann mit individuellen Rabatten versehen werden, die automatisch den Positionswert berechnen. Die Preiseinheit zeigt die jeweilige Grundlage der Preisbildung, etwa bei Staffelpreisen oder besonderen Mengeneinheiten.
Der USt-Satz wird automatisch basierend auf dem Steuerfall und der Artikelkonfiguration ermittelt. Die berechnete Positionssumme bildet die Basis für die Steuerberechnung.
Zusätzliche Positionen hinzufügen
Über "+ Artikel hinzufügen" können weitere Positionen zur Rechnung hinzugefügt werden. Dies ist besonders bei komplexeren Dienstleistungen oder gemischten Lieferungen erforderlich.
Fußtext für wichtige Hinweise
Der Fußtext sollte alle wichtigen Informationen enthalten, die für die Rechnungsabwicklung relevant sind. Bei manuellen Rechnungen ist dies besonders wichtig, da oft keine standardisierten Geschäftsbedingungen aus dem normalen Verkaufsprozess greifen.
Hier gehören Zahlungskonditionen, Lieferbedingungen und eventuelle Besonderheiten der erbrachten Leistung hin. Auch rechtliche Hinweise zu Gewährleistung, Haftung oder Widerrufsrechten können hier platziert werden.
Typische Abrechnungshinweise können Vorauszahlungsverrechnung, Zahlungsmodalitäten oder besondere Lieferbedingungen umfassen.
Rechnungssummen und Dokumentation
Abbildung 4: Vollständige Rechnung mit Summen, Steuerausweis und Dokumentenbereich.
Die Summenberechnung erfolgt automatisch basierend auf den erfassten Positionen und den konfigurierten Steuerregeln.
Transparente Summenaufstellung
Die Nettosumme zeigt den steuerfreien Rechnungsbetrag, während die Umsatzsteuer separat ausgewiesen wird. Die Bruttosumme ist der vom Kunden zu zahlende Gesamtbetrag.
Diese transparente Darstellung erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen für eine ordnungsgemäße Rechnung und ermöglicht dem Kunden die einfache Nachvollziehbarkeit.
Dokumentenmanagement
Der Dokumentenbereich ermöglicht die Anhängen zusätzlicher Dateien an die Rechnung. Dies können Leistungsnachweise, Stundenzettel, Fotos oder andere relevante Unterlagen sein.
Diese Dokumente werden beim Versand der Rechnung automatisch mit angehängt und stehen für spätere Referenzen zur Verfügung. Eine strukturierte Dokumentation ist besonders bei Dienstleistungsrechnungen wichtig für die Nachvollziehbarkeit der abgerechneten Leistungen.
Rechnungsvorschau und Finalisierung
Abbildung 5: Professionelle Rechnungsvorschau mit vollständigem Layout und Corporate Design.
Die Rechnungsvorschau zeigt das finale Dokument, wie es der Kunde erhalten wird. Hier können Sie alle Angaben nochmals prüfen, bevor die Rechnung endgültig erstellt wird.
Professionelles Erscheinungsbild
Das Layout entspricht Ihrem Corporate Design und enthält alle rechtlich erforderlichen Angaben wie Firmenadresse, Steuernummer, Registereintrag und Bankverbindung. Die Rechnungsnummer wird automatisch vergeben und gewährleistet die eindeutige Identifikation.
Die strukturierte Darstellung mit Kopfdaten, Positionen und Summen erleichtert dem Kunden das Verständnis und die interne Weiterverarbeitung. Alle Kontaktdaten sind für Rückfragen leicht auffindbar.
Qualitätskontrolle vor Versendung
Nutzen Sie die Vorschau für eine finale Qualitätskontrolle. Prüfen Sie alle Angaben auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Sind alle Leistungen korrekt beschrieben? Stimmen die Preise? Sind die Kontaktdaten aktuell?
Über die Funktionen "Herunterladen", "Drucken", "Senden" und "Teilen" können Sie die Rechnung in verschiedenen Formen übermitteln oder archivieren. Das System protokolliert alle Versendungen für die lückenlose Nachverfolgung.
Integration in Geschäftsprozesse
Verbindung zum Sales-System
Manuelle Rechnungen ergänzen das automatisierte Sales-System in besonderen Situationen:
Nachberechnungen: Zusätzliche Kosten zu bestehenden Aufträgen können flexibel nachgerechnet werden
Sonderleistungen: Services, die nicht im regulären Angebotsprozess erfasst wurden
Projektabschlüsse: Finale Abrechnungen für komplexe Projekte mit individuellen Leistungskomponenten
Order Management Integration
Kundenbeziehungen: Nahtlose Verbindung zu Bestellungen für vollständige Kundenhistorie
Lieferantenverrechnung: Bei Dreiecksgeschäften Abstimmung mit Lieferantenstamm
Vertragsbezug: Bezug zu Einkaufskontrakten bei komplexen Abrechnungsszenarien
Warehouse Management Koordination
Lieferbestätigungen: Abgleich mit tatsächlichen Lieferungen aus dem Warehouse
Chargendokumentation: Integration von Chargeninformationen bei chargenpflichtigen Produkten
Versanddokumentation: Verknüpfung mit Lieferscheinen und Transportnachweisen
Finanzbuchhaltung
Automatische Verbuchung: Nahtlose Übertragung in das Rechnungsjournal mit korrekten Kontozuordnungen
Steuerverwaltung: Automatische USt-Behandlung basierend auf Kundenstandort und Leistungsart
Debitorenverwaltung: Integration in die Forderungsverwaltung und das Mahnwesen
Kostenrechnung: Zuordnung zu Kostenstellen und Kostenträgern für präzise Nachkalkulation
Praktische Anwendungsfälle
Dienstleistungsabrechnung
Manuelle Rechnungen sind ideal für die Abrechnung von Beratungsleistungen, Wartungsarbeiten oder individuellen Services. Sie ermöglichen die flexible Erfassung von Stundensätzen, Pauschalen oder gemischten Leistungen.
Nachberechnungen
Wenn nach einer Lieferung zusätzliche Kosten entstehen - etwa für Sonderverpackungen, Express-Transport oder nachträgliche Änderungen - können diese über manuelle Rechnungen abgerechnet werden.
Reparatur- und Wartungsleistungen
Bei ungeplanten Reparaturen oder Wartungsarbeiten, die nicht über reguläre Serviceaufträge abgewickelt werden, bieten manuelle Rechnungen die notwendige Flexibilität.
Lizenz- und Gebührenabrechnung
Wiederkehrende oder einmalige Lizenzgebühren, Nutzungsgebühren oder andere immaterielle Leistungen lassen sich effizient über manuelle Rechnungen abwickeln.
Best Practices für manuelle Rechnungen
Vollständige Dokumentation
Dokumentieren Sie die Grundlage für jede manuelle Rechnung sorgfältig. Hinterlegen Sie Belege, Stundenzettel, Fotos oder andere Nachweise, die die Leistungserbringung belegen.
Eindeutige Beschreibungen
Verwenden Sie klare, verständliche Beschreibungen, die für den Kunden nachvollziehbar sind. Vermeiden Sie interne Codes oder Abkürzungen, die beim Kunden zu Verwirrung führen könnten.
Zeitnahe Erstellung
Erstellen Sie manuelle Rechnungen zeitnah nach der Leistungserbringung. Dies erleichtert die Dokumentation, verbessert den Cashflow und reduziert das Risiko von Unstimmigkeiten.
Qualitätskontrolle
Implementieren Sie einen Freigabeprozess für manuelle Rechnungen, besonders bei höheren Beträgen. Vier Augen sehen mehr als zwei und reduzieren das Fehlerrisiko erheblich.
Kundenabstimmung
Bei komplexeren Dienstleistungen stimmen Sie die Rechnung vor der Erstellung mit dem Kunden ab. Dies verhindert Diskussionen und beschleunigt die Zahlung.
Das Modul für manuelle Rechnungen schließt die Lücke zwischen vollautomatisierten Geschäftsprozessen und den vielfältigen Anforderungen des realen Geschäftsalltags. Es bietet die notwendige Flexibilität für Sonderfälle, ohne die Vorteile der ERP-Integration zu verlieren.
Die zentrale Übersicht mit ihren detaillierten Workflow-Informationen macht manuelle Rechnungen zu einem kontrollierten, nachvollziehbaren Prozess. Die nahtlose Integration in alle Geschäftsbereiche - von der Kundenverwaltung über das Warehouse Management bis zur Finanzbuchhaltung - gewährleistet, dass auch individuell erstellte Rechnungen Teil des gesamten Unternehmensprozesses bleiben.
Durch die strukturierte Herangehensweise bei der Belegerfassung und die umfassenden Integrationsmöglichkeiten wird die manuelle Rechnungserstellung zu einem professionellen Werkzeug, das sowohl die Flexibilität für Sonderfälle als auch die Zuverlässigkeit eines integrierten Systems bietet.