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Version 20260714.1

Kommissionierung

Sobald ein Auftrag versandbereit ist und die benötigte Ware physisch im Lager verfügbar ist, kann die Kommissionierung angestoßen werden. Dies ist die Schnittstelle zwischen Auftragsmanagement und Lagerlogistik.

Kommissionierfreigabe

In einer speziellen Ansicht ("Kommissionierfreigabe") werden alle Aufträge aufgelistet, die potenziell kommissioniert werden können.

  • Voraussetzung: Aufträge erscheinen hier i.d.R., wenn sie mindestens den Status "Veröffentlicht" haben.
  • Verfügbarkeitsanzeige: Die Liste zeigt pro Auftrag an, ob die benötigte Ware am Versandstandort verfügbar ist (Komplett, Teilweise, Nicht verfügbar). Wichtig: Verfügbarkeit entsteht erst nach erfolgreicher Wareneingangsbuchung und ggf. Qualitätsfreigabe.
  • Freigabe: Durch Auswahl von Aufträgen mit vorhandener Verfügbarkeit und Klick auf einen "Freigabe"-Button wird der Packschein (Kommissionierauftrag) für das Lager erzeugt.
  • Zeitpunkt der Freigabe: Die Freigabe erfolgt oft gesammelt für Aufträge, deren Versandtermin bevorsteht (z.B. alle Aufträge, die in 7 Tagen versendet werden sollen und verfügbar sind). Ab diesem Zeitpunkt ist der "Schuss frei" für die Kommissionierung.

Packscheine / Kommissionieraufträge

Nach der Freigabe entstehen Packscheine. Diese sind die Arbeitsanweisungen für das Lagerpersonal.

  • Übersicht: Packscheine werden oft in einer Liste oder einem Kanban-Board angezeigt.
  • Zuweisung: Packscheine können Mitarbeitern zugewiesen werden (manuell oder automatisch).
  • Priorisierung/Kennzeichnung: Oft gibt es visuelle Hilfen (z.B. Logos für Zollpflicht, Farben) zur schnellen Einordnung.

Kommissionierung im Lager (oft mit App/Scanner)

Das Lagerpersonal nutzt die Packscheine (oft digital über eine mobile App auf Scannern), um die Ware zusammenzustellen.

  • App-Funktionen:
    • Anzeige offener Kommissionieraufträge (Picks).
    • Anzeige von Aufträgen, die verpackt werden müssen (Packs).
    • Wegoptimierte Anzeige der zu holenden Artikel.
  • Pick-Prozess:
    1. Mitarbeiter wählt einen Packschein aus.
    2. Die App zeigt an: Artikel, Menge, Charge, Lagerplatz (Ort), Packstück-ID.
    3. Mitarbeiter geht zum Lagerplatz.
    4. Scannt den Lagerplatz und/oder das Packstück/die Charge zur Verifizierung.
    5. Entnimmt die angegebene Menge.
    6. Bestätigt die Entnahme in der App (Position wird oft grün markiert).
    7. Wiederholt dies für alle Positionen des Packscheins.
  • Pack-Prozess:
    1. Nach Abschluss des Pickens geht der Auftrag in den "Pack"-Status.
    2. Ein Mitarbeiter (oft derselbe, manchmal Vier-Augen-Prinzip) überprüft die zusammengestellte Ware anhand einer Zusammenfassung in der App.
    3. Bestätigt die Korrektheit.
    4. Löst über die App die Erstellung des Lieferscheins aus.

Auswirkungen der Packscheinerstellung

  • Der Status des Auftrags ändert sich auf "In Kommissionierung".
  • Die Bestände der kommissionierten Chargen werden im System reserviert (sichtbar unter "Vormerkungen" in der Lagerbestandsliste).
  • Die "Offene Menge" im Auftrag wird reduziert bzw. auf Null gesetzt, wenn der Auftrag vollständig kommissioniert wird.